Baslersch Chopf 2628m

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Und noch einmal… heute sogar mit Gipfelkopf

Da wird sich nun der regelmässige Leser oder die regelmässige Leserin bei diesem Tourenziel wohl Fragen: „Schon wieder? Weshalb macht man an zwei Sonntagen hintereinander eine Tour auf den Baslersch Chopf?“

Erstens ist es eine absolut coole Tour. Eine richtige Genussskitour zum Entspannen. Sofern man nur bis zum Wintergipfel aufsteigt. Das wäre der Vorgipfel P.2611 (Nicht kotiert). Zweitens gibt es mehrere sehr rassige Abfahrten vom Baslersch Chopf. Bei sicheren Verhältnissen kann man sogar direkt vom Gipfelkopf abfahren. Drittens ist man an Tagen wie heute schlicht alleine dort oben. Hört sich Paradox an?! Ist es überhaupt nicht. Gipfel mit einfachen Zustiegen (L) werden an solchen Tagen mit günstigen Lawinenverhältnissen verschmäht. Dann steuern die Massen andere Ziele an. Erstaunlicherweise wurde sogar das Sentisch Horn kaum besucht. Dafür pilgerten Dutzende Richtung Wisshorn. Genau deshalb sollte man den Baslersch Chopf an einem Tag wie heute besuchen. Ich habe auf der ganzen Tour keinen anderen Menschen getroffen. Nur teilweise aus der Ferne ein paar Tourengänger gesehen. Soviel Ruhe wie heute hatte ich wahrscheinlich noch nie auf einer Skitour und das bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Aufgestiegen bin ich mehr oder weniger auf der Normalroute. Ausser im Abschnitt oberhalb des Wägerhus. Dort bin ich der sehr praktischen Spur, welche direkt unterhalb des Tällichopfs hinauf querrte, gefolgt. Bei dieser Spurwahl muss man nicht über P.2107 ausholen. Danach normal über den kurzen Steilhang aufwärts zum Tälli und weiter Richtung Baslersch Chopf. Auf dem Vorgipfel des Baslersch Chopf war ich dann alleine und genoss in Ruhe meine Mittagspause. Danach machte ich mich zu Fuss auf zum eigentlichen Gipfelkopf, welcher von den meistens Skitourengängern ausgelassen wird. Schade bietet er doch einen kurzen Fusszustieg über den Grat und die Flanke des Gipfelkopfs. Etwas sichere Verhältnisse sollte es aber schon haben.

Vom Vorgipfel ging es also hinunter auf den Grat und auf diesem einfach an den Fuss des Gipfelkopfs. Nun durch die Südflanke steil aufwärts zum höchsten Punkt des Baslersch Chopfs. Von diesem hat man nun auch freie Sicht zum Büelenhorn, im vorderen Teil des Grats. Zu meinem Erstaunen sind anscheinend Personen durch die Nordostflanke direkt zum Gipfel aufgestiegen. Auf dem Gipfel genoss ich dann die Aussicht und erstellte noch den Wipfelschuss. In der Zwischenzeit trafen ein paar Tourengänger auf dem Vorgipfel ein. Doch als ich wieder auf diesem ankam waren sie schon abgefahren.

Nach einer weiteren Pause mit Sonne geniessen auf dem Vorgipfel startete ich zur Abfahrt. Vom Gipfel in schönem Pulverschnee die Mulde hinunter und südlich an P.2346 vorbei. Dank einer guten Abfahrtsspur ging es ohne Laufen. Nach P.2346 dann direkt hinunter und in die Abfahrtsroute R534b hinein. Welche vom Sentisch Horn her hinunter kommt. Auf dieser dann weiter bis Tschuggen. Die Hänge unterhalb des Tällichopfs boten Stellenweise sehr schönen Pulver.

Route: Tschuggen – Tälli – Baslersch Chopf – Tällichopf – Tschuggen

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 4.0km
Distanz Abfahrt: 2.8km
Höhenmeter Aufstieg: 670m
Höhenmeter Abfahrt: 670m
Dauer Aufstieg: 2h 20min
Dauer Abfahrt & Abstieg: 35min
Pausen: 1h 5min
Schwierigkeit: WS+
Lawinengefahrenstufe: 2 Mässig
Benötigte Karten: 248S Prättigau 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Baslersch Chopf 2628m

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