Cima di Fojorina 1809m

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Ein Grenzgipfel sowie ein Gipfelabstecher nach Italien

Auch heute waren wir aufgrund des Wetters wieder im Tessin unterwegs. Doch blauer Himmel gab es sogar im Tessin keinen. Dafür eine tolle Wetter-Stimmung mit Wolken und düsteren Lichtverhältnissen. Einzig der sehr böige Föhn war etwas mühsam. Auf dem Gipfelgrat musste man sich teilweise richtig festhalten damit es einem nicht umblies.

Vom Parkplatz am Dorf Ende von Cimadera aus starteten wir zu unserer heutigen Tour. Durch das Dorf und oberhalb über den Geländerücken stiegen wir bis zu P1243 auf. Dort wählten wir den Pfad Richtung P.1325. Welcher unterhalb des offiziellen Wanderwegs durch den Hang verläuft. Bei der westlichen Bachrunse etwas oberhalb P.1412 verliessen wir den Pfad und stiegen durch diese Runse direkt hoch zum Wanderweg. Da die ganze Bachrunse trocken war bot der Aufstieg eine kurzweilige Kraxelei über Felsstufen. Bei Pianca Bella sind wir dann direkt vom Wanderweg zum namenlosen Übergang P.1714 hochgestiegen und haben uns den Umweg über die Cima alla Pianca geschenkt. Vom Übergang P.1714 ging es dann durch schönes Felsgelände hoch auf die Cima di Fojorina. Auf dem Gipfel blies der Föhn dann sehr stürmisch, weshalb wir nur eine kurze Pause einlegten.

Nach der Cima di Fojorina hängten wir noch Il Torrione an. Welcher einfach sehr verlockend aussah. Also überschritten wir die Staatsgrenze und unternahmen einen Abstecher auf italienisches Staatsgebiet. Zügig ging es über den Grat bis an den Gipfelaufbau. Dort bestiegen wir zuerst den Westgipfel welcher auch Kulminationspunkt ist und ein Gipfelbuch trägt. Wenn auch etwas an einer versteckten Stelle. Der Aufstieg war, bis auf die Sturmböen, richtig schönes Genusskraxeln. Im Aufstieg bin ich unter dem Klemmblock durchgestiegen, im Abstieg dann dem Seil entlang hinunter. Das Gipfelbuch befindet sich westlich an einem Felsen und benötigt zwei Kletterschritte. Nach dem Westgipfel starteten wir, der Vollständigkeit halber, auch noch dem Ostgipfel einen kurzen Besuch ab. Welcher durch die grosse Verwerfung zwischen den beiden Gipfeln einfach erreicht werden kann.

Danach ging es zurück zur Cima di Fojorina und über den Westgrat hinunter zum Übergang P.1714. Von diesem sind wir dann direkt den Hang abgestiegen am Hochsitz vorbei hinunter bis zum Wanderweg. Was die Distanz sehr verkürzt. Nun gemütlich auf dem Wanderweg hinunter zu P.1325 und zurück nach Cimadera.

Obwohl es Abschnittsweise etwas stark stürmte, war es eine sehr coole Tour. Vor allem der Abstecher zum Il Torrione ist sehr lohnenswert und lässt sich gut und rasch anhängen. Parkieren kann man am besten beim Parkplatz am Dorf Ende welcher ausgeschildert ist.

Route: Cimadera – P.1325 – P.1515 – P.1714 – Cima di Fojorina – Il Torrione – Cima di Fojorino – P.1714 – P.1329 – Cimadera

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 4.8km
Distanz Abstieg: 4.7km
Höhenmeter Aufstieg: 790m
Höhenmeter Abstieg: 790m
Dauer Aufstieg: 2h 10min
Dauer Abstieg: 1h 20min
Pausen: 1h 10min
Schwierigkeit: T4- II
Benötigte Karten: 287 Menaggio 1:50000 Landeskarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Cima di Fojorina 1809m
Il Torrione 1805m

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