Stockberg 1216m

In Berg- Alpintouren by StevenLeave a Comment

Kurzer Abstecher ins untere Trepsental

Da es nächste Woche wieder einmal ernsthaft Schnee geben sollte unternahm ich heute nochmals eine Wanderung. So musste ich mir die aktuellen Schneeverhältnisse nicht an tun und kann dafür nächste Woche wieder in die Pulversaison starten. Als Ziel habe ich nun endlich einmal den Stockberg auserkoren. Eigentlich ist es ja kaum zu glauben, dass ich noch nie auf dem Siebner Stockberg war. Er ist nämlich fast der letzte Gipfel in diesem Gebiet auf welchem ich noch nie war.

Ich stellte mir die Route so zusammen, dass ich aus dem Wägital aufsteigen konnte. Das hatte die Vorteile, dass ich an der Sonne aufsteigen und die Tour mit einer Erkundigung des unteren Trepsentals verbinden konnte. Seit ich vor Jahren einmal für die Westbesteigung des Chöpfenbergs recherchierte, bin ich fasziniert vom Trepsental. Der Blogleser fragt sich nun wahrscheinlich: «Wo zum Geier liegt das Trepsental» und wenn er das weiss: «Was soll dort spannend sein?».  Also… Das Trepsental ist eigentlich das einzige wirkliche Seitental des Wägitals und weißt mit 7km eine beachtliche Läneg aufauch nicht gerade kurz. Hinzu kommt, dass das Trepsental Einzugsgebiet des Kraftwerks Wägital ist und deshalb auch Kraftwerksbauten enthält. Das mag zwar für die meisten nicht sehr spannend sein, für mich hingegen schon. Hat man in seiner Kariere mal bei einem Elektrizitätswerk gearbeitet ist man höchstwahrscheinlich mit dem KW-Virus infiziert und fasziniert von den technischen Anlagen.

So nun aber kurz zur Route. Start war bei der Staumauer des Rempensees, welcher dem Kraftwerk Wägital als Ausgleichsbecken dient und zusätzlich eine zweite Staustufe ermöglicht. Auf der anderen Seite der Staumauer stieg ich auf einem Pfad hinunter ins Trepsental. Schon von oben ist die imposante Rohrbrücke zu sehen welche den Trepsenbach überquert. Nähert man sich der Rohrbrücke weiter an, wird die Wirkung immer imposanter. Mit ihrem Durchmesser von 3.60m hat sie eine eindrückliche Grösse. Die Überquerung ist notwendig weil die Stollensohle hier rund 7m über dem Trepsenbach verläuft. In dieser Druckleitung fliesst das Wasser des Rempenstausees hinunter ins Maschinenhaus in Siebnen zur Stromproduktion. Weiter geht es auf der nordseitigen Strasse am Trepsenbach entlang bis P.647 wo eine grössere Wasserfassung mit Stauwehr den Trepsenbach staut und das Wasser zusätzlich in den Rempensee leitet.

Auf einem landschaftlich schönen Pfad steige ich von P.647 aus dem Trepsental über Löchli hoch nach Port. Dort freut es mich zu sehen, dass der Rohbau des neuen Restaurants Kapelle fast fertig ist (Das alte brannte ja im Sommer 2017 nieder). Es kann also auf eine baldige Wiedereröffnung gehofft werden. Auf der Strasse geht es hinüber zur Siebnerschwendi wo ich dann den effektiven Aufstieg zum Stockberg in Angriff nehme. Auf dem neu markierten und ausgebauten Wanderweg geht es schön aber teilweise auch steil hinauf zum Stockberg. Kurz vor der Alp Stockberg betrete ich den Gratrücken über welchen ich rasch den höchsten Punkt des Stockbergs erreiche.

Auf dem Gipfel geniesse ich die Aussicht und gönne mir eine ausgedehnte Pause bevor ich den Abstieg in Angriff nehme. Für den Abstieg wählte ich den Bergwanderweg hinunter nach Mettlen. Was zwar ein Umweg ergab mir aber die Möglichkeit bot wenigstens die obere Hälfte des Bergwanderwegs zu erkunden. Welcher schön durch den lauschigen Stockbergwald führt. Bei Chäsren verlasse ich den Wanderweg nach Süden und steige auf einem ebenso schönen Pfad über Schäntisberg wieder nach Siebnerschwendi ab. Vor allem der Abschnitt im Wald ist sehr schön und mit dem vielen Laub im Moment ein Genuss für die Sinne. Ab Siebnerschwendi dann auf der gleichen Route über Port und Löchli zurück zum Rempenstausee.

Auf der gesamten Tour war alles schneefrei und bis auf wenigen einzelne Stellen trocken. Nur auf dem Gipfel lagen ein paar magere Schneeresten des letzten Schneefalls. Aufgrund der Temperatur und der Verhältnisse fühlte ich mich aber eher im Herbst als im Hochwinter.

Route: Staumauer Rempen – P.647 – Siebnerschwendi – Hagrüti – Stockberg – Chäseren – Siebnerschwendi – P.647 – Staumauer Rempen

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 3.8km
Distanz Abstieg: 4.8km
Höhenmeter Aufstieg: 670m
Höhenmeter Abstieg: 670m
Dauer Aufstieg: 1h 30min
Dauer Abstieg: 1h 15min
Pausen: 50min
Schwierigkeit: T2
Benötigte Karten: 236T Lachen 1:50000 gelbe Wanderkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Stockberg 1216m
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