Hundstock 2212m

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Aller guten Dinge sind zwei.

48 Stunden nach meinem ersten Versuch am Donnerstag stand ich heute wieder an der Bergstation Gitschen. Mit dem Ziel den Hundstock zu Besteigung, da sich in der Zwischenzeit sollten die Triebschneeansammlung gesetzt haben sollten. Im Weiteren ist die Lawinengefahr seit Donnerstag nochmals leicht gesunken. Also auf zum zweiten Versuch und dies sogar bei absolutem Traumwetter.

Auf meiner Donnerstagsspur stiegen wir in die Mulde von Hälmispiel auf. Seit Donnerstag müssen diverse Tourengänger unterwegs gewesen sein. Denn es hat weitere Aufstiegsrouten und diverse Abfahrtsspuren gegeben. An der Höhle vorbei stiegen wir über das terrassenartige Gelände hinauf bis zum Sattel P.2090. Von wo man einen eindrücklichen Ausblick und Tiefblick geniesst. Dort stellten wir fest, dass auch die Ostsüdost Direktabfahrt vom Sattel gefahren wurde. Doch Abfahren war bei uns noch kein Thema. Zuerst hiess es noch weiter Aufsteigen. Auf der guten Spur stiegen wir steil hoch in den Gipfelhang. Welcher sich heute ziemlich umgepflügt präsentierte. Da sind schon einige Tourengänger Abgefahren. Ohne Probleme stiegen wir hoch zum Übergang zum Nordgrat. Der restliche Aufstieg auf dem Nordgrat war bereits an einigen Stellen ausgeapert, weshalb wir beim Übergang die Splitboards deponierten und zu Fuss aufstiegen. Auf dem Gipfel konnten wir dann bei absolutem Traumwetter die tolle Aussicht geniessen.

Nach dem Gipfelgenuss sind wir dann wieder zum Skidepot abgestiegen. Da sich unten eine grössere Gruppe näherte warteten wir kurz bevor wir zur Abfahrt starteten. Die Abfahrt hinunter zu den Spilauhütten war ein absolutes Highlight. Lockerer Schnee von oben bis unten. Grösstenteils sogar noch Pulver. Einfach genial zum Fahren. Wir konnten tolle Lines in die steilen Hänge ziehen. Wir sind auch heute wieder direkt zu den Spilauhütten abgefahren. Bei diesen genossen wir dann eine ausgiebige Mittagspause an der Sonne. Um einen besseren Startpunkt für die Abfahrt zu haben, querten wir ziemlich unterhaltsam über die Abendweid an den Fuss des Schmalstöcklis. Von wo aus wir dann zur Talabfahrt über Alt Stafel starteten.

Mit zwei kurzen Gegenanstiegen traversierten wir zu P.1671 hinunter. Von welchem wir dann direkt durch das markante und breite Couloir nach Hochtännli abfuhren. Also Fahren ist vielleicht etwas gar optimistisch formuliert. Eher rutschen und kämpfen auf einer zerfahrenen und steinhart gefrorenen Schneedecke. Welche sehr ruppig war. Bei Pulver oder Sulz wäre das Couloir sicher toll zum Fahren, doch nicht heute. Nun ja, irgendwann war dieser Abschnitt geschafft und wir kamen auf der anderen Talseite an die Sonne. Auf dieser konnten wir dann die schönen Hänge mit Sulzschnee so richtig geniessen. Im Shirt und ohne Jacke fuhren wir so bis Kirchenrüti ab. Denn Rest hinunter zum Auto machten wir dann noch kurz zu Fuss.

Route: Gitschen – Hundstock – Spilauhütten – Abendweid – P.1795 – Alt-Stafel – Chäppeliberg

Tourdaten  
Distanz Aufstieg Hundstock: 1.8km
Distanz Abfahrt Hundstock: 1.3km
Distanz Querung P.1795: 1.0km
Distanz Abfahrt P.1795 – Alt Stafel – Chäppeliberg: 3.2km
Höhenmeter Aufstieg Total: 570Hm
Höhenmeter Abfahrt Total: 1040Hm
Dauer Aufstieg Hundstock: 1h 20min
Dauer Abfahrt Hundstock: 15min
Dauer Querung Spilauhütten – P.1795: 30min
Dauer Abfahrt P.1795 – Alt Stafel – Chäppeliberg: 1h
Pausen: 1h 45min
Schwierigkeit: ZS
Lawinengefahrenstufe: 2 Mässig
Benötigte Karten: 246S Klausenpass 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Hundstock 2212m
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