Chronenstock 2451m

In Berg- Alpintouren by StevenLeave a Comment

Ein perfekter Tag auf der Chrone!

Kaiserwetter, gute Schneeverhältnisse und kein Mensch unterwegs. Was will Bergmuzz noch mehr? Na klar, einen tollen Gipfel. Den gab es heute mit dem Chronenstock natürlich auch. Schon seit langem wollte ich wieder einmal auf den Chronenstock. Doch meistens fehlte mir etwas die Motivation die eher längere Route anzugehen. Doch bei den großartigen Verhältnissen heute überwog die Motivation. Dank der günstigen Lawinensituation lag auch heute noch immer ein später Start drin.

Nach der Bergfahrt zusammen mit der Hüttenwartin lief ich um 11:45 bei der Bergstation los. Auf 1800m herrschte perfektes Tourenwetter, dies vor allem aufgrund der angenehmen Temperatur. Nicht zu warm, nicht zu kalt und kaum Wind. Zügig kam ich voran an der Lidernenhütte vorbei bis zum Holzwegweiser, wo man nach Südosten abzweigt. Hier stieg ich durch die Geländemulde in den Sattel hoch zwischen Schmalstöckli und Schnüerstock. Diesen Sattel haben wir auf unserer Tour zum Rossstock auf der Abfahrt auch schon durchquert. Hier nun kurz südlich um den Felsbuckel herum und den steilen Hang traversierend Richtung Schnüerstock. Der Hang war dank dem weichen Schnee und der guten Spur sehr bequem zu gehen. Der erste Vorgeschmack auf den Frühling. Nun weiter zum Schnüerstocksattel (P.1976) wo ich ein Pause einlegte und die Sonne genoss.

Nach der Pause folgte gleich die Schlüsselstelle. Der 43° steile Hang am Fuss des Chli Chaisers. Heute zeigte sich dieser aber von seiner harmlosen Seite. Auf einer breiten und guten Spur konnte ich diesen bequem traversieren und weiter Richtung Blüemalpeli laufen. Etwa auf 2070m bog ich in den Kessel zwischen Chaiserstock und Chronenstock ab. Am Ende des Kessels ging es dann in mehreren Spitzkehren hinauf bis an die Felskante. Dank der fortgeschrittenen Zeit war es im Kessel bereits wieder schattig und daher sehr angenehm. Bei unserer ersten Tour dazumals zum Chronenstock an der prallen Märzsonne wurden wir hier fast grilliert. Von der Felskante stieg ich eher südlich in der Nähe des Abgrunds hoch zum Skidepot. Leider bereits mit einer kurzen Tragstelle.

Vom Skidepot ging es mit Steigeisen weiter hinauf zum Kamin und durch diesen hoch auf die Chrone. Die Verhältnisse sind aktuell noch immer gut aber aufgrund der eher mageren Schneaauflage im Kamin sind Steigeisen von Vorteil. Vor allem mit Splitboardboots. Im Anschluss an den Kamin folgte noch der Fussmarsch auf dem Gipfelplateau zum höchsten Punkt. Auf dem Chronenstock zu stehen ist immer wieder ein erhabenes Gefühl diese Weitsicht und diese Lage machen ihn zu einem erstklassigen Tourenziel. Nach meiner ausgiebigen Gipfelrast stieg ich wieder ab und nahm die Abfahrt in Angriff. Der Kessel zwischen Chronenstock und Chaiserstock war dank des lockeren Schnees einfach genial zu fahren. Im Anschluss an den Kessel fuhr ich an P.1963 vorbei über die schönen Hänge hinunter nach Alt Stafel und dort über den Steilhang abwärts nach Hochtännli. Über den Bach wechselte ich auf die Sonnenseite des Tals und fuhr noch den Rest hinunter nach Chäppeliberg.

Ein rundum gelungener Tag mit perfektem Wetter und guten Schneeverhältnissen. Bis auf die Bergfahrt bin ich niemandem begegnet auf meiner ganzen Tour. Ruhe und Erholung pur.

Route: Gitschen – Schnüerstocksattel – Chronenstock – Alt Stafel – Chäppeliberg

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 5.0km
Distanz Abfahrt: 5.2km
Höhenmeter Aufstieg: 880m
Höhenmeter Abfahrt: 1310m
Dauer Aufstieg: 2h 25min
Dauer Abfahrt: 45min
Pausen: 1h 50min
Schwierigkeit: ZS-
Lawinengefahrenstufe: 1 Gering (Trocken)  2 mässig (Nass)
Benötigte Karten: 246S Klausenpass 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Chronenstock 2451m
Heute wieder einmal mit einem Kugelpanorama vom Gipfel.

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