Forstberg 2215m

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Zur 500. Tour das erste mal mit Splitboard auf den Forstberg.

So da sind wir nun also bei 500 Touren angelangt. Das hätte ich mir vor 10 Jahren und meiner gesundheitlichen Historie auch nicht träumen lassen. Doch heutzutage gehen mir die Touren so ring von der Hand, dass es nur so flutsch. Der Entscheid was Nr. 500 werden soll war wieder einmal zäh. Doch ich habe eine Kombination gefunden, die allen meinen Wünschen gerecht wurde. Es sollten weniger als 1000Hm sein, Pulverschnee, ein neues Skitourenziel, etwas Anspruchsvolles und etwas, dass natürlich der Lawinensituation gerecht wird. Dazu natürlich schönes Wetter. Das Wetterproblem nahm mir Petrus zum Glück ab und zauberte einen Prachtstag herbei. Dank der ergiebigen Schneefälle war auch das Pulverschneethema gegessen und mit dem Forstberg auch ein neues Skitourenziel auserkoren. Bis zum heutigen Tag habe ich immer gesagt: Auf den Forstberg mit  Splitboard… Niemals!“. Doch schon James Bond sagte: „sag niemals nie“. Denn heute hat es perfekt gepasst und die Verhältnisse waren traumhaft. Doch nun noch ein paar Worte zur Route.

Zum Jubiläum gab es wieder mal etwas Bahnunterstützung. Dies aber nicht nur wegen der Ersparnis bei den Höhenmetern. Sondern vor allem auch wegen der Abfahrt vom Tisch. Diese musste auch noch reinkombiniert werden. In zügigen 30 Minuten stieg ich von der Bergstation Sternen auf den Tisch auf. Dies trotz der etwas doofen Spuranlage. Den es waren einige Auf und Ab zu bewältigen. Leider habe ich zu spät bemerkt, dass es weiter oben noch eine andere direktere Spur gehabt hätte. Auf dem Tisch gab es kurz drei Fotos, dann umbauen und gleich Abfahren. Die Abfahrt vom Tisch war die bisher beste Abfahrt der Saison. Verhältnisse wie man sich diese wünscht. 30 – 40 Zentimeter flauschiger Powder auf einer guten Unterlage und noch kaum verfahren. Ein absoluter Pulvertraum und das im April.

Auf etwa 1660m am Fuss des Forstbergs baute ich wieder zu Aufstieg um. Auf einer guten und ausholenden Spur ging es hinauf zur ersten Steilstufe. Dank der super Schneeverhältnisse konnte ich diese bequem und ohne zirkeln oder Harscheisen aufsteigen. Nach der Steilstufe dann kurz ausholend am Fuss des Druesbergs durch und wieder steil hinauf an den Fuss des östlichen Felskopfs des Forstbergs. Am Fuss der Felswand ging es auf einer sehr guten Spur fast waagrecht und sehr abschüssig, aber imposant hinüber zum Forstberg. Eine extrem eindrückliche Szenerie. Danach kurz etwas flacher ausholend und über die letzte Steilstufe hinauf zum Gipfelhang. Aufgrund des vielen Neuschnees konnte die Steilstufe bequem mit Fellen begangen werden. Nun noch in wenigen Kehren durch den Gipfelhang hinauf zum Gipfelkreuz.

Passend zum Jubiläum hatte ich den Gipfel für mich allein und durfte die Aussicht bei Kaiserwetter geniessen. Was für ein Traumtag zum Jubiläum. Nach einer kurzen Pause wollte ich nun aber unbedingt abfahren. Bereits ganz kribblig vor Vorfreude konnte ich nicht mehr länger warten. Genussreich fuhr ich durch den Gipfelhang und die oberste Steilstufe hinunter an den Fuss des Felskopfs. Der Tiefblick von hier hinunter in den fast 45° steilen Hang mit flauschigem Pulverschnee war unbeschreiblich. Also stürzte ich mich hinunter und zog meine Kurven steil in die Flanke. Im Anschluss an die unteren Steilstufe kam ich in die offenen Hänge zwischen Chalberstöckli und Steinhüttli. Auch hier weiterhin Pulver gut, wenn auch mit abnehmender Höhe etwas feuchter. Über Sädel und an der Wanghütte vorbei fuhr ich zum unter Nieschplänggli ab. Dies um auf die Talabfahrt zu gelangen. Eine Direktabfahrt der Skiroute entlang war unterhalb der Wanghütte, aufgrund der Ausaperung, bereits nicht mehr möglich. Daher der Umweg über das Nieschplänggli. Nun auf der Talbfahrt mit umfahren der schneefreien Stellen hinunter zum Parkplatz. Die Brücke über die Waag ist bereits schneefrei. Daher war dann von der Brücke bis zum Auto laufen angesagt.

Um 12:50 war ich wieder beim Auto und genoss noch etwas die Sonne. Danach ging es zur Feier des Tages in die Molki nach Einsiedeln zum z Vieri. Mit einem Milchkaffee und einem feinen Caramelköpfli schloss ich die fünfhundertste Tour genussreich ab. In diesem Sinn auf zu den nächsten 500 Touren.

Route: Bergstation Sternen – Tisch – Schaflöcher – P.1732 – Forstberg – Sädel – Nieschplänggli – Laueli – Weglosen

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 3.8km
Distanz Abfahrt: 5.6km
Höhenmeter Aufstieg: 820m
Höhenmeter Abfahrt: 1540m
Dauer Aufstieg: 1h 55min
Dauer Abfahrt: 45min
Pausen: 50min
Schwierigkeit: S-
Lawinengefahrenstufe: 2 Mässig
Benötigte Karten: 236S Lachen 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Tisch 2011m
Forstberg 2215m
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