NW am Roggenstock oder wenn man steil geht.
Donnerstag und Freitag hatte ich zwei Tage Berufsentwicklung. Diese waren zwar sehr spannend und erfolgreich, dennoch brauchen solche Workshops viel Energie. Deshalb war heute, zum Ausgleich, wieder etwas steil gehen angesagt. Da der Schnee endlich geschmolzen ist (auch auf der Nordseite) konnte ich heute wieder mal den Roggenstock besuchen. Denn steil gehen kann man am Roggy gut, wenn man weiss, wo.
Start war bei der Kirche in Oberiberg. Von dort aus ging es gemütlich hinauf nach Schwändi und ab dort auf dem Wanderweg hinauf zu P.1295. Ab hier nun auf dem alten Pfad die Muuserenplangg hoch. Beim Bach dann aber weiter direkt hinauf in Richtung Adlerhorst. Nach dem Übersteigen des Hages gehe ich Richtung Plangg und von dieser hinüber ins Jäntli. Auf der Strasse geht es zu P.1485 (Jäntli) Nach einer kurzen Pause nehme ich den Gipfelanstieg in Angriff. Ab hier wird es steil. Auf dem Güliweg steige ich steil über die Nordwestkante hinauf. Der Güliweg ist momentan stellenweise feucht und punktuell auch etwas schmierig. Daher braucht es an den steilen exponierten Stellen etwas Zupacken an der Botanik. Nach der direkten Kante geht es auf dem Rücken weiter hinauf in die Nordwestflanke. Durch diese erreiche ich die Nordwestrinne. Wobei ich noch zwei kurze Altschneefelder queren muss. Die NW-Rinne ist zum Glück schneefrei. In der Rinne steige ich steil hinauf Richtung Gipfel. Im oberen Teil steige ich leider wieder mal zu fest östlich auf und gerate in den Staudenhang. Was zwar nicht weiter schwierig ist, aber sehr mühsam. Doch die Botanik habe ich dann irgendwann geschafft und betrete den Gipfelfirst an seinem östlichen Ende.
Auf dem Gipfel ist wie vermutet kein Mensch. Nach einer Gipfelrast mache ich mich an den Abstieg. Denn die Wolken machen einen regnerischen Eindruck. Für den Abstieg nehme ich den Ostgrat. So ergibt sich eine coole Runde in steilem Gelände. Der Ostgrat ist der Exposition entsprechend schneefrei und trocken. Zügig geht es auf der Pfadspur abwärts. Schon bald ist der rosa farbige Pfahl beim Einstieg erreicht und der anregende Teil endet. Ab hier geht es nun auf einem gut sichtbaren Pfad abwärts zur Roggenegg. Von der Roggenegg dann auf dem offiziellen Wanderweg zurück zu meinem Ausgangspunkt bei der Kirche in Oberiberg. Kurz nach der Roggenegg wurde der Weg auf etwa 200m neu gemacht. Daher ist es hier nicht mehr so ein Match. Der Abstieg im Tubenmoos ist wie immer wildromantisch. An der Schlipfauweid vorbei geht es zu P.1295 und ab hier auf meiner Aufstiegsroute zurück.
Aufstieg Roggenstock über den Güliweg, den NW-Rücken und die NW-Rinne.
Abstieg Roggenstock auf dem Ostgrat zur Roggenegg und dann auf dem Wanderweg über die Schlipfauweid zurück
Route: Oberiberg Kirche – Muuserenplangg – Jäntli – NW-Rücken – NW-Rinne – Roggenstock – Ostgrat – Roggenegg – Schlipfauweid – Oberiberg Kirche
| Eckdaten Tour | |
| Distanz Aufstieg: | 3.5km |
| Distanz Abstieg: | 4.0km |
| Höhenmeter Aufstieg: | 710m |
| Höhenmeter Abstieg: | 710m |
| Dauer Aufstieg: | 1h 45min |
| Dauer Abstieg: | 1h |
| Pausen: | 30min |
| Schwierigkeit: | T5- |
| Benötigte Karten: | 3312T Hoch-Ybrig 1:33333 Gelbe Wanderkarte von Swisstopo |
| Bestiegene Gipfel: | Roggenstock 1777m |

