Gnipen 1567m

In Berg- Alpintouren by Steven

Auf geheimen Pfaden durch den Bergsturz

Der November ist normalerweise eine Zwischenjahreszeit zwischen Sommer und Winter Touren. Meistens liegt in höheren Lagen bereits Schnee, welcher das Wandern etwas mühsam macht, aber halt zu wenig, um bereist auf Skitouren zu gehen. Eine Phase in der man sehr gut Pendenzen in niederen Lagen abarbeiten kann. So wie ich das auch heute gemacht habe. Heute habe ich mir mal den Bergsturz von Goldau vorgenommen. In meiner ganzen Tourenkarriere habe ich es noch nie geschafft einmal eine Tour im Bergsturz zu unternehmen. Daher war es heute höchste Zeit. Insbesondere, da es spannende unmarkierte Routen gibt. Hinzu kommt, dass man im Bergsturzgebiet aufgrund der südlichen Ausrichtung eher nicht in den Sommermonaten unterwegs sein will. So habe ich mir heute die Route über das Felsentor vorgenommen und diesen mit dem Direktausstieg beim Gnipenkreuz kombiniert.

Start war bei der Obhegkapelle. Die Anfahrt finde ich jedes Mal verwirrend. Grundsätzlich hat es ein Fahrverbot von Sattel und von Steinerberg her. Dennoch geben die Bergrestaurants den Parkplatz bei der Obhegkapelle als Ausgangspunkt aus und hochgefahren wird auch von allen. Auf der Alpstrasse ging es kurz bis zu P.1235. Von diesem dann auf der Forstrasse leicht abwärts zu P.1200. Von hier nun auf einem Pfad abwärts an die Abbruchkante heran bis zu einem Felsblock. Teilweise auch mal etwas durch das Unterholz. Blickt man ins Bergsturzgebiet hat es rechts neben dem Felsblock eine schwache Spur welche unmittelbar nach rechts hinunter abzweigt und durch einen engen Spalt führt. Ist das nicht so, ist man falsch. Ich folge den Spuren hinunter durch Spalten und über einen Nagelfluhfelsen bis zum Felsentor. Durch dieses hindurch führt der Pfad ins Bergsturzgebiet und ich erreiche den östlichsten unmarkierten Pfad auf etwa 1100m. Diesem folge ich dann aufwärts durch das Bergsturzgebiet. Im Mittleren Abschnitt ist ein konkreter Pfad kaum auszumachen. Es hat gefühlt überall Spuren. Zum oberen Abschnitt hin wird ein Pfad aber wieder deutlicher und es hat auch einzelne Steinmänner. Das steppenartige Gelände ist wahnsinnig speziell und wunderschön. Eine einmalige Landschaft. So erreiche ich die obere Begrenzung des Bergsturzgebiets, wo ich eine Pause einlege.

Nach der Stärkung nehme ich die Felsstufe mit der Kette in Angriff. Eine sehr unterhaltsame Stelle die leichtes Alpinwanderfeeling aufkommen lässt. Wirklich schwierig ist sie aber nicht, bei diesen perfekten Verhältnissen. Danach geht es noch über den kurzen Hang hinauf zum Kreuz. Wie meistens an solch schönen Tagen, ist viel Betrieb auf dem Gnipen. Ich mache nur kurz einen Wipfelschuss beim Kreuz und gehe dann weiter zum höchsten Punkt. Danach mache ich mich an den Abstieg. Ich nehme den Bergwanderweg hinunter Richtung Althütte. Auf der Höhe der Althütte verlasse ich den Bergwanderweg und folge weiter dem Pfad hinunter Richtung Schluchen. Etwas oberhalb von P.1200 quere ich über einen schwachen Geländerücken hinüber auf eine Weide und steige auf dieser direkt hinunter zu P.1200. Nun geht es auf der Forststrasse wieder zu P.1235 und zurück zur Obhegkapelle.

Somit konnte ich zwei kleine Pendenzen wieder erledigen. Die Route durch das Felsentor und den Direktaufstieg beim Gnipenkreuz mit den Ketten.

Route: Obeheg Kapelle – P.1200 – Sasso Secreto – Felsentor – Bergsturz – Gnipenkreuz – Gnipen- P.1449 – P.1200 – Obeheg Kapelle

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 3.1km
Distanz Abstieg: 2.5km
Höhenmeter Aufstieg: 530m
Höhenmeter Abstieg: 530m
Dauer Aufstieg: 1h 35min
Dauer Abstieg: 45min
Pausen: 50min
Schwierigkeit: T4- I
Benötigte Karten: 3311T Pilatus – Rigi 1:33333 Gelbe Wanderkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Gnipen 1567m
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