Eröffnung der Alpinwandersaison
Heute wollte ich die guten Frühlingsverhältnisse nochmals kurz geniessen. Da ja nicht ganz klar ist was wettertechnisch am Wochenende geschieht. Da ich am Vormittag noch an einem geschäftlichen Anlass war konnte ich erst nach dem Mittag los. Weshalb ich das Tourenmaterial bereits mitgenommen habe. Heute wollte ich unbedingt etwas im T4 Bereich machen. So entschied ich mich für die Rigi-Hochflue. Das sollte bei den aktuellen Verhältnissen an der Rigi möglich sein. Die Frage war nur wie sieht es in der Chälen und in der Westflanke aus mit dem Schnee. So startete ich um 14:30 auf dem Gätterlipass.
Vom Gätterlipass stieg ich dem Wanderweg entlang hinauf und ging über das Scharteggli Richtung Chälenwald. Die wenigen Schneereste am Gätterlipass können gut umgangen werden oder stellen kein Problem dar. Am Waldrand hat es noch einen Altschneerutsch, der überquert werden muss. Welcher aber auch kein Hindernis darstellt. Der ganze Abschnitt im Chälenwald ist schneefrei und trocken, bis auf die Chälen selbst. In dieser hat es Schnee bis fast hinauf zum Übergang. Das Altschneefeld hat aber sehr gute Tritte und kann daher problemlos begangen werden. Nach dem Übergang folgte dann die Querung Richtung Budhaspitz. Die Südflanke war natürlich auch schneefrei. Die südliche Exposition hilft hier sehr. So stieg ich genüsslich auf bis an den Fuss der Südwand. Am Fuss der Südwand zog dann leider der Wind an. So drückte ich leicht auf das Tempo. Der gesicherte Aufstieg durch die Südflanke ist immer wieder ein Genuss. Dank des Wochentags war ich heute völlig allein unterwegs. Was in dieser Route ein grosser Vorteil ist. Kreuzen ist stellenweise etwas mühsam. So erreichte ich nach dem genussvollen Aufstieg den Gipfel der Hochflue.
Von der Sonne war auf dem Gipfel bereits nicht mehr viel zu sehen, aufgrund der Front. So machte ich nur kurz eine Pause und den Wipfelschuss. Danach nahm ich den Abstieg in Angriff. Es zeigte sich, dass der Abstieg seine Tücken hatte. Der gesicherte Abschnitt in der Südflanke benötigte dann etwas Vorsicht. Die Tritte waren etwas mit Erde verdreckt und somit leicht rutschig. Doch die Sicherungen halfen da gut im Abstieg. Vom Fuss der Südwand ging es dann ohne weitere Tücken abwärts und hinüber zum Übergang oberhalb der Chälen. Dort legte ich dann nochmals eine Pause ein und stärkte mich für den Schlussabstieg. Im Anschluss an die Pause nahm ich dann noch Rest in Angriff. Durch die Chälen ging es dann noch hinunter in den Chälenwald und auf dem Wanderweg zurück zum Gätterlipass.
Route: Gätterli – Chälen – Rigi Hochflue – Chälen- Gätterli
| Eckdaten Tour | |
| Distanz Aufstieg: | 2.3km |
| Distanz Abstieg: | 2.3km |
| Höhenmeter Aufstieg: | 570m |
| Höhenmeter Abstieg: | 570m |
| Dauer Aufstieg: | 1h 15min |
| Dauer Abstieg: | 55min |
| Pausen: | 25min |
| Schwierigkeit: | T4 |
| Benötigte Karten: | 3311T Pilatus-Rigi 1:33333 Gelbe Wanderkarte von Swisstopo |
| Bestiegene Gipfel: | Rigi Hochflue 1698m |

