Pizol 2844m

In Skitouren by StevenLeave a Comment

Die erste Frühlings-Skitour dieser Saison führte uns heute auf den Pizol. Eigentlich war ich immer der Ansicht, dass der Pizol kein reizvolles Ziel sei. Doch bei der Suche für ein passendes Gipfelziel kam ich aus Gründen der Lawinensicherheit doch auf den Pizol. Nach der Besteigung kann ich nun sagen, dass sich der Pizol doch als toller Gipfel entpuppt hat und sich alleweil als Skitour lohnt.

Mit dem Auto fuhren wir so früh nach Wangs, dass wir auf die erste Gondel konnten. Danach ging es mit den Liften hoch bis zur Pizolhütte und nach der obligaten LVS-Kontrolle starteten wir Richtung Wildseeluggen. Der Aufstieg zur Wildseelugge war dann auch schön gespurt und ein wahres Spitzkehren Übungsgelände. Nach einer kurzen Rast in der Lugge ging es dann zuerst wieder hinunter zum Wildsee und in etwa dem Sommerweg entlang Richtung Pizolgletscher. Am Fuss des Gletschers zieht der Hang dann an und wird gegen oben immer steiler. Doch dank der guten und ausgeprägten Spur war der Aufstieg kein Problem. Einzig das grillieren an der Sonne hat viel Flüssigkeit gekostet und deshalb auch Energie. Auf dem Sattel angekommen rüsteten wir um zum Gipfelsturm und montierten Eisen und Pickel. Viele der Skitourengänger gaben sich dann auch mit dem Pizolsattel zufrieden und liessen den Gipfel aus. Etwas das für uns auf keinen Fall in Frage kam. Der Fussaufstieg dürfte dann wohl auch die knackigste Stelle sein der ganzen Tour. Die Route ist zwar an einer Stelle mit einem Stahlseil gesichert aber trotzdem benötigt es Konzentration und gute Trittsicherheit beim Gehen vor allem mit den Skischuhen. Je nach Erfahrung in solchem Gelände können Steigeisen gute Dienste leisten. Ebenfalls dürfte der Pickel sehr hilfreich sein und Halt und Sicherheit geben.

Soweit also ein Gipfel nach unserem Geschmack wenn nur nicht dieser bissige und kalte Wind auf dem Gipfel gewesen wäre. Wir absolvierten daher nur kurz den Wipfelschuss und verewigten uns im Gipfelbuch. Danach ging es umgehend wieder hinunter in den Sattel. Die Abfahrt über den zugeschneiten Pizolgletscher war dann feinste Sahne. Das sicher auch weil die Verhältnisse noch immer sehr gut waren und der Schneeeinfach super zum Fahren. Am Wildsee folgte dann leider noch der zermürbenden Gegenanstieg hinauf zur Lugge sowie die restliche Abfahrt bis zur Pizolhütte. Die nächsten zwei Stunden haben wir dann mit Mittagessen, Dessert Kaffee und viel Sonne verbracht.

Fazit: Ein super Tag, ein toller Gipfel und eine coole Abfahrt und das Ganze für konkurrenzlose 5.- Tagesparkgebühr und 17.50 für die Skitourenkarte. Da könnten sich andere Gebiete noch ein Vorbild nehmen. Nicht wie in Davos wo Tourengänger masslos geschröpft werden. Auch wenn es von der Pizolhütte aus eigentlich nicht viel Höhenmeter waren hat die Hitze und die Distanz doch einiges an Energie gekostet. Vor allem bei solchen Temperaturen darf die Tour nicht unterschätzt werden.

Route: Pizolhütte – Wildseeluggen – Pizol – Wildseeluggen – Pizolhütte – Furt

Eckdaten Tour
Länge Aufstieg: 7.4km
Höhenmeter Aufstieg: 800m
Höhenmeter Abfahrt: 1500m
Dauer Aufstieg: 2h 30min
Dauer Abfahrt: 1h
Benötigte Karten: 247S Sardona 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Pizol 2844m

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