Garmil 2002m

In Skitouren by StevenLeave a Comment

An Heiligabend sollte man gemütliche Touren unternehmen. Gesagt getan. Der Garmil ist dafür perfekt geeignet. Im Weiteren ist die Winterbesteigung des Garmil eine meiner langjährigen Pendenzen. Im Sommer komme ich zwar immer mal wieder auf dem Garmil vorbei. Aber im Winter habe ich es bisher noch nie fertig gebracht ihm einen Besuch abzustatten. Deshalb nun an Heiligabend.

Um der Gemütlichkeit auch entsprechend Rechnung zu tragen sind wir mit der Gondelbahn bis Furt hochgefahren und bis zum Beginn der Forststrasse am Eingang des Dürrenwalds abgefahren. Das sparte einige Höhenmeter Aufstieg. Von hier nun auf der Forststrasse gemütlich aufwärts zur Alp Wald. Von dieser nun nicht durchs Geissloch hoch, sondern gemütlich auf der Forststrasse nach Hinterwald. Was das gemütliche Gehen wirklich enorm unterstützt. J Von Hinterwald dann auf der Normalroute (774a) Aufwärts nach Burst und zum Fürggli.

Ab Hinterwald hiess es dann wieder im Schatten gehen. Eine Saukälte war es bis hinauf zum Burst. Von 7 Grad auf 2000m keine Spur im Schatten. Das war es schon fast praktisch, dass die Spur so steil angelegt war. Das gab wenigstens warm. Auch wenn es nicht unbedingt angenehm zu Gehen war. Ab Burst dann endlich Sonne und sofort etwa 15 Grad wärmer. Also endlich T-Shirt Verhältnisse. Der Schlussaufstieg vom Fürggli zum Garmil war dann richtiges Genussskitouren. Eine schöne Spur im Pulverschnee und blauer Himmel und Sonnenschein.

Auf dem Gipfel waren wir dann nur zu viert. Erstaunlich bei solchen Verhältnissen und diesem super Wetter. Heiligabend scheint kein begehrter Skitourentag zu sein. An der Sonne kam man also ziemlich ins Schwitzen. Gefühlte 10 Grad auf 2000m und das trotz des flachen Sonnenstandes.

Für die Abfahrt wählten wir nun aber die Route 774b durch das Geissloch hinunter. Diese hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen entfällt der Gegenanstieg nach dem Fürggli und bei guten Schneeverhältnissen ist die Abfahrt sehr cool. Vom Garmil hinunter zum Fürggli hatten wir super Pulverschnee. Vom Fürggli bis zur Waldtraverse war der Schnee ebenfalls noch gut zum Fahren. Aber im Geissloch gab es dann leider nur noch Bruchharsch bis hinunter zur Alp Wald. Der Rest auf der Forststrasse hinunter nach Maienberg war dann wieder gut zum Fahren, wenn auch hart. Da der Regen dem Schnee unter 1000m bereits ziemlich zugesetzt hatte, sind wir von Maienberg mit der Gondelbahn hinuntergefahren. Vor uns hatte auch eine SAC Gruppe dieselbe Idee. Danach ging es noch zu Jeannine zum Zvieri.

Route: Maienberg – Alp Wald – Hinterwald – Fürggli – Garmil – Geissloch – Alp Wald – Maienberg

Eckdaten Tour  
Distanz Aufstieg: 5.8km
Distanz Abfahrt: 3.8km
Höhenmeter Aufstieg: 850m
Höhenmeter Abfahrt: 960m
Dauer Aufstieg: 2h 35min
Dauer Abfahrt: 45min
Pausen: 1h 50min
Schwierigkeit: WS+
Lawinengefahrenstufe: 2 Mässig
Benötigte Karten: 237S Walenstadt 1:50000 Blaue Skitourenkarte von Swisstopo
Bestiegene Gipfel: Garmil 2002m

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